Ehrenamtsempfang am 29. Januar 2016

Rüscheid, den 01.02.2016

Rüscheid bedankt sich bei seinen „Ehrenamtlern“

 

Etwa 80 Rüscheider Bürgerinnen und Bürger waren zum 1. Ehrenamtstag in das Rüscheider Dorfgemeinschaftshaus gekommen. Die Gemeinde hatte alle eingeladen, die in der Vergangenheit ehrenamtlich aktiv waren oder die es zukünftig sein wollen, und die hohe Zahl der Gäste war ein eindeutiger Beleg dafür, dass das Ehrenamt in Rüscheid gelebt wird.

In seiner Begrüßung zählte der 1. Beigeordnete Arno Schmidt Beispiele für ehrenamtliches Engagement in Rüscheid auf und war sich dabei sicher, auch manches ungenannt zu lassen. So viel wird in Rüscheid getan, da ist schnell etwas übersehen. Im Namen des Ortsgemeinderates bedankte er sich herzlich bei allen Anwesenden  (seine Begrüßungsrede kann auf der Rüscheider Homepage nachgelesen werden). Wir können uns glücklich schätzen über den außerordentlichen ehrenamtlichen Einsatz unserer Dorfbewohner.

Bei einem zünftigen Abendessen wurde angeregt diskutiert, und neben der Würdigung des Erreichten wurde der Blick auf die kommenden Aktivitäten gerichtet. Die Gäste äußerten sich sehr positiv über die Veranstaltung.

 

 

Ehrenamtsempfang am 29. Januar 2016

Ansprache des 1.Beigeordneten Herrn Arno Schmidt

 

Liebe Rüscheiderinnen und Rüscheider,

 

im Namen des Ortsgemeinderats darf ich Euch zu dem heutigen Abend recht herzlich begrüßen. Ein besonderer Gruß gilt Herrn Ortsbürgermeister a. D. Reinhold Seuser und Frau Ortsbürgermeisterin a. D. Heike Schmitz.

 

Anlässlich des heutigen Ehrenamtsempfangs möchte ich ein paar Verse zum Ehrenamt vortragen. Vielfach werden diese Verse Wilhelm Busch - und eine abgewandelte Version davon - Joachim Ringelnatz zugeschrieben. Aber wer der wahre Autor ist, kann niemand genau sagen.

 

Nur kein Ehrenamt

Willst Du froh und glücklich leben,
lass kein Ehrenamt dir geben!
Willst du nicht zu früh ins Grab
lehne jedes Amt gleich ab!

Wie viel Mühen, Sorgen, Plagen
wie viel Ärger musst Du tragen;
gibst viel Geld aus, opferst Zeit -
und der Lohn? Undankbarkeit!

Ohne Amt lebst Du so friedlich
und so ruhig und so gemütlich,
Du sparst Kraft und Geld und Zeit,
wirst geachtet weit und breit.

So ein Amt bringt niemals Ehre,
denn der Klatschsucht scharfe Schere
schneidet boshaft Dir, schnipp-schnapp,
Deine Ehre vielfach ab.

Selbst Dein Ruf geht Dir verloren,
wirst beschmutzt vor Tür und Toren,
und es macht ihn oberfaul
jedes ungewaschne Maul!

Drum, so rat ich Dir im Treuen:
willst Du Weib (Mann) und Kind erfreuen,
soll Dein Kopf Dir nicht mehr brummen,
lass das Amt doch and'ren Dummen.

 

 

 

Soweit das Gedicht.

Aber – Gott sei Dank – sieht es hier bei uns mit dem Ehrenamt anders aus. Unsere Gemeinde wäre bei Weitem nicht so lebenswert, wenn es die vielen Ehrenamtlichen nicht gäbe, die sich hier engagieren.

 

Da sind zu nennen:

 

  • Bänke freischneiden
  • Pflege von Wanderwegen
  • Mithilfe beim Bau der Kanzel auf der Höhe
  • Blumenbeete und Blumenkästen der Gemeinde pflegen
  • Obstbaumschnitt für die Gemeinde
  • Bekämpfung Springkraut
  • Arbeitseinsätze für Verschönerungsverein
  • Vorstandstätigkeit in den Vereinen
  • Ausrichten der Kirmes 
  • Mitglied im Gemeinderat
  • Helfen beim Martinsumzug
  • Organisation Dorfcafe, Fahrt zum Weihnachtsmarkt, Seniorenfeier
  • Mitarbeit in der Dorferneuerung
  • Musikalische Begleitung bei örtlichen Veranstaltungen
  • Arbeit im Seniorenbeirat    
  • Kriegsgräbersammlung
  • Müllsammelaktion
  • Reinigen der Kanalschächte
  • Säuberung Ortseingang 
  • Aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr
  • Engagement für den Kindergarten und die Grundschule
  • Engagement im kirchlichen Bereich, z. B. Presbyterium, Besuchsdienste, Sternsingeraktion 
  • Jugendarbeit für Vereine
  • Agendafrauen und Unterstützung beim Bauernmarkt

 

....  und, und, und. 

Sicherlich ist die Aufzählung nicht vollzählig.

 

Engagement wächst, wenn wir uns gebraucht fühlen. Die Fachwelt bezeichnet dies mit „Selbstwirksamkeit“. Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich viele Ehrenamtler auch in unterschiedlichen Bereichen einbringen.

 

Gewiss ist auch, dass derjenige, der schon als Jugendlicher engagiert ist, es oft sein  Leben lang bleibt.

 

Sicherlich liefert der Einsatz für dass Allgemeinwohl auch einen wesentlichen Beitrag für ein sinnerfülltes Leben.

 

In zahlreichen Kommunen ist die Einstellung gegenüber Ehrenamtlicher in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Hierzu gehört auch die alljährliche Verleihung des Ehrenamtspreises in der Verbandsgemeinde Rengsdorf.

Bislang konnten aus Rüscheid Hans Eisenhard, Horst Schmidt und Marion Schumacher diese Auszeichnung entgegennehmen.    

 

Nun war es ein Anliegen des Gemeinderats, sich gegenüber den im Ort ehrenamtlich Tätigen kenntlich zu zeigen.

Lange Diskussionen führten schließlich zu der Überlegung, den heutigen Ehrenamtsempfang auszurichten.

Um auch Keinen zu vergessen, wurden die Einladungen zu einem kleinen Umtrunk mit Imbiss an alle Haushaltungen verteilt. Dies war auch mit der Hoffnung verbunden, weitere Mitstreiter für das Ehrenamt zu gewinnen.

 

Im Namen des Gemeinderats möchte ich mich für Euer ehrenamtliches Engagement an dieser Stelle recht herzlich bedanken und wünsche Euch für den heutigen Abend  angeregte und gute Gespräche.

 

Schließen möchte ich meine kurze Ansprache mit einem Zitat des chinesischen Philosophen Konfuzius:

„Es ist besser, ein Licht anzuzünden, als über die Dunkelheit zu schimpfen.“

 

 


Text: Arno Schmidt

 

Bild zur Meldung: Wappen von Rüscheid

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Ehrenamtsempfang am 29. Januar 2016 (01.02.2016)